Sarah Schmieder – Veritas Equi – Kommunikation und Verhalten in der Pferdebehandlung – Projektvorstellung

Sarah Schmieder mit Pferd

August 20, 2026

Zu meiner Person
Mein Name ist Sarah Schmieder. Ich bin Human- und Pferdeosteopathin, Manualtherapeutin für Pferde sowie Pferdeverhaltenstrainerin (IVK) und komme aus dem Nordschwarzwald.

In meiner täglichen Arbeit mit Pferden und ihren Besitzern erlebe ich immer wieder, wie entscheidend ein gutes Verständnis für Verhalten, Körpersprache und Stressreaktionen für den Ablauf und den Erfolg von Behandlungen ist.
Mit meinem Projekt „Veritas Equi – Kommunikation und Verhalten in der Pferdebehandlung“ verfolge ich das Ziel, das Bewusstsein für diese Zusammenhänge zu stärken und einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Verständnis
im Umgang mit Pferden zu leisten.

www.osteoRiding.com

Kurzvorstellung des Projekts

Das Projekt Veritas Equi beschäftigt sich mit der Kommunikation zwischen Pferd und Behandler im Rahmen therapeutischer und medizinischer Maßnahmen. Ziel ist es, Pferdebehandlern ein besseres Verständnis für das Verhalten, die Körpersprache und die Stressreaktionen von Pferden zu vermitteln. Durch ein
vertieftes Wissen über Lernverhalten, Stresssignale und nonverbale Kommunikation soll die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd während der Behandlung verbessert werden.  

Das Projekt richtet sich an Fachkräfte/Pferdeprofis, die regelmäßig mit Pferden im
Behandlungs- oder Pflegekontext arbeiten, unter anderem:
• Tierärzte
• Pferdeosteopathen
• Pferdephysiotherapeuten
• Chiropraktiker
• Hufschmiede und Hufbearbeiter
• weitere Fachkräfte im therapeutischen Umfeld des Pferdes

Sarah Schmieder mit Pferd

Hintergrund und Motivation
Therapeutische oder medizinische Maßnahmen stellen für viele Pferde eine stressreiche Situation dar. Stress kann dabei nicht nur den Behandlungserfolg beeinträchtigen, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten darstellen.

Pferde reagieren in belastenden Situationen häufig mit Flucht- oder Abwehrverhalten. Diese Reaktionen entstehen in der Regel nicht aus „Ungehorsam“, sondern aus Unsicherheit, Angst oder Überforderung.
Ein besseres Verständnis für die Signale und Bedürfnisse des Pferdes kann dazu beitragen, Behandlungen ruhiger, sicherer und effektiver zu gestalten. Gleichzeitig kann dadurch das Risiko von gefährlichen Situationen für Pferd und Mensch reduziert werden.

Darüber hinaus beeinflusst Stress auch physiologische Prozesse im Körper des Pferdes. Ein dauerhaft erhöhter Stresslevel kann Heilungsprozesse beeinträchtigen und dazu führen, dass Behandlungen langfristig schwieriger werden.

Leitgedanke des Projekts

Ein zentraler Grundsatz des Projekts lautet:
Therapie darf grundsätzlich nicht gegen den Willen des Pferdes stattfinden.

Ziel ist es, Behandlungen so zu gestalten, dass das Pferd kooperativ mitarbeiten kann und Stress möglichst reduziert wird.

Ausnahmen bilden selbstverständlich medizinische Notfälle, in denen eine unmittelbare Behandlung notwendig ist und das Pferd Maßnahmen kurzfristig tolerieren muss.

Im Regelfall profitieren jedoch sowohl Pferd als auch Behandler von einem Ansatz, der auf Verständnis, Kommunikation und Kooperation basiert.

Vorbildfunktion von Pferdefachkräften

Fachkräfte im Pferdebereich haben eine bedeutende Vorbildfunktion. Ihre Art und Weise, mit Pferden zu arbeiten und Behandlungen durchzuführen, prägt häufig auch den Umgang von Pferdebesitzern mit ihren Tieren.

Ein ruhiger, respektvoller und achtsamer Umgang mit dem Pferd kann dazu beitragen, ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse und Signale dieser Tiere zu schaffen. Das Projekt verfolgt daher auch das Ziel, das Bewusstsein für diese Verantwortung innerhalb der Pferdebranche zu stärken und einen sensibleren Umgang mit Pferden in Behandlungssituationen zu fördern. Der Ansatz folgt dabei dem Gedanken „Lead by Example“ – also durch eigenes Handeln ein positives Beispiel zu setzen.

Sarah Schmieder mot Pferd - Projektvorstellung - Bild 2

Geplante Umsetzung

Die Inhalte des Projekts sollen vor allem im Rahmen von Fortbildungsangeboten vermittelt werden.
Mögliche Formate sind unter anderem:

• Webinare für Ausbildungsinstitute
• Seminare innerhalb bestehender Ausbildungsprogramme
• eigenständig organisierte Workshops oder Tagesseminare
• Vorträge und Fortbildungen für Pferdefachkräfte

Die genaue inhaltliche Ausgestaltung der Seminare befindet sich derzeit in der Planung. Ziel ist es, praxisnahe Inhalte zu vermitteln, die sich direkt im Arbeitsalltag von Pferdebehandlern anwenden lassen.
Dabei soll unter anderem ein grundlegendes Verständnis für Verhalten, Kommunikation und Stressreaktionen von Pferden vermittelt werden sowie Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Behandlungssituationen ruhiger und sicherer gestaltet werden können.

Vorbereitung und erste Schritte

Im Rahmen der Projektvorbereitung wurden bereits erste Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem:
• Kontaktaufnahme mit verschiedenen Ausbildungsinstituten im Bereich
Pferdetherapie
• Besuche von Fachmessen: Auf Pferde- und Fachmessen habe ich gezielt Gespräche mit Pferdeprofis, Ausbildern und Fachkräften geführt, um die Projektidee vorzustellen, Feedback einzuholen und Interesse zu wecken. Diese Maßnahmen werden weiterhin fortgesetzt, da Messen ein zentraler Ort sind, um direkt mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten
• Anschreiben von Tierarztpraxen, Kliniken und Ausbildungsanbietern
• Gespräche mit Kollegen und anderen Pferdeprofis über Bedarf und Interesse an entsprechenden Fortbildungen
• erste Überlegungen zur Gestaltung möglicher Seminar- und Webinarformate

Ziel dieser Kontakte ist es, Kooperationen aufzubauen und Möglichkeiten zu finden, das Thema Kommunikation und Verhalten des Pferdes stärker in bestehende Ausbildungsprogramme zu integrieren.

Weitere geplante Schritte

Für die nächste Projektphase sind unter anderem folgende Maßnahmen vorgesehen:

• weitere Gespräche mit Ausbildungsinstituten und Fachschulen
• Aufbau eines Netzwerks interessierter Pferdefachkräfte
• Planung erster Webinar- oder Seminarangebote
• direkte Ansprache von Pferdebehandlern und Fachkräften im Pferdebereich
• Prüfung weiterer Möglichkeiten zur Verbreitung des Themas, beispielsweise über Vorträge oder Kooperationen

Diese Schritte befinden sich derzeit in der Planungsphase und werden im weiteren Verlauf des Projekts weiter konkretisiert.

Ausblick

In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf der weiteren Vernetzung mit Ausbildungsinstituten und Fachkräften sowie auf der Entwicklung erster Fortbildungsangebote. Die Ergebnisse dieser ersten Projektphase sowie mögliche Kooperationen werden im nächsten Fortschrittsbericht dokumentiert.

Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen.

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