Was hat sich in den letzten Monaten getan?
Es folgt der erste Fortschrittsbericht.
- Online-Auftritt Instagram: Nun präsentiert sich VEREIN-T SEIN auch auf Instagram unter dem Profilnamen verein_t_sein. Auch aufrufbar unter https://www.instagram.com/verein_t_sein/
Auf diesem Account nehmen wir Follower mit in unseren Alltag und teilen unsere kommenden Termine und Veranstaltungen mit ihnen. Demnächst folgt noch eine Vorstellung der einzelnen aktiven Mitglieder und ihrer Aufgaben im Verein.
- Durchführung der Kurse im Naturtrail
Unter der Anleitung von Sarah findet der 1-tägige Kurs „Erlebnis Naturtrail“ statt. Gemeinsam mit dem eigenen Pferd (nach Absprache auch mit Lehrpferd) erkunden die Teilnehmer die Naturhindernisse. Begonnen wird mit einem theoretischen Input, dann folgen die ersten Einheiten in Kleingruppen am Boden. Nach einer Pause für Mensch und Pferd findet die zweite praktische Einheit wahlweise geritten oder wiederholt am Boden statt.
Im Fokus stehen Koordination, Kommunikation und Gelassenheit.
Zu den Zielen für die teilnehmenden Menschen zählt ein (tieferes) Verständnis über das Lernverhalten des Pferdes zu erhalten. Ebenso soll verstanden werden, wie wir ihnen die Scheu vor unbekannten Hindernissen nehmen können. Durch die praktische Umsetzung gelangen Mensch und Pferd zu mehr Gelassenheit. Das wiederum steigert die Sicherheit im Umgang mit dem Tier. Wenn kleinschrittig vorgegangen wird, die Signale des Pferdes richtig gedeutet und passend unterstützt werden, können die Naturhindernisse erfolgreich und stressfrei überwunden werden. Letzteres ist von besonderer Bedeutung, wenn Lernen nachhaltig sein soll.
Der Naturtrail besteht aus folgenden Hindernissen:
- Brücken mit unterschiedlichen Oberflächen
- das „Wilde L“
- ein Steg aus Baumscheiben
- zwei Hügel
- eine Wippe
- die „Plattform“ (eine Art Kreisel)
- der „Barhuf-Pfad“ (3 verschiedene Untergründe)
- das Steinfeld
- ein Podest
- ein Seiltor
- ein Vorhang
- weitere Hindernisse aus Holzstämmen

Je nach Pferd, Mensch und Hindernis kann vermehrt die Gelassenheit oder Koordination im Vordergrund stehen. Demnach gibt es ergänzend zu diesem Kurs auch einen Aufbaukurs „Erlebnis Naturtrail – Schwerpunkt Koordination / Gelassenheit“. Dieser Kurs richtet sich an Teilnehmer und Vereinsmitglieder, die bereits Erfahrungen in unserem Trail gesammelt haben. Im Mai hat zum ersten Mal der Aufbaukurs mit dem Fokus Gelassenheit stattgefunden. Trotz durchwachsenem Wetter und den zusätzlichen Hindernissen hatten wir eine ruhige Lernatmosphäre auf dem Trail.
Der Naturtrail wurde für diesen Tag durch folgende Hindernisse erweitert:
- Baustellen-Absperrung und -Schilder
- Blaue Tonnen
- auf dem Boden liegende Planen
- Regenschirme
- Fahnen
- Klappersack

Gedanken zur Terminplanung:
Es ist nicht immer einfach unsere Veranstaltungen für Interessierte und Mitglieder terminlich passend zu planen, besonders mit einer noch geringen Reichweite. Auf der einen Seite möchten wir verschiedene Termine anbieten, auf der anderen Seite sagen wir ungern ab, wenn bei einem Termin nur wenig Anmeldungen eingegangen sind.
So haben wir beschlossen, zu Beginn des Jahres nur jeweils einen Termin pro Kurs auszuschreiben. Sowohl beim Basiskurs „Erlebnis Naturtrail“ als auch der Aufbaukurs im Trail waren nach einiger Zeit alle 6 aktiven Teilnehmerplätze belegt.
Weitere Termine / Kurse folg(t)en nun auf Nachfrage. So ist beispielsweise kurzfristig ein weiterer Tag im Naturtrail mit dem Fokus Gelassenheit für Anfang Juli entstanden. Ebenso wird auch der Basiskurs Mitte Juli wiederholt umgesetzt.
Nicht so gut in der Terminwahl haben wir es beim „Frühlingserwachen“ getroffen. Bei der Vereinsaktivität im Mai haben wir gemeinsam mit (leider nur wenig) Mitgliedern den Trail aus dem Winterschlaf geholt. Das heißt, die mobilen Hindernisse wurden wieder aufgestellt und einige Reparaturen vorgenommen. Doch trotz mäßiger Teilnahme haben wir den Trail gut auf Vordermann bringen können und abschließend beim gemütlichen Beisammensein Waffeln verspeist.

Der Sommer: In dieser Jahreszeit sind zwar oft die Insekten an den Pferden lästig, doch aufgrund des meist warmen und trockenen Wetters lassen sich am besten Kurse unter freiem Himmel planen und erfolgreich durchführen. Wir hatten dieses Jahr wieder Glück! Alle Kurse im Naturtrail konnten stattfinden, zumindest bis einschließlich Juli. Ab August lief es dann ruhiger zu, da aufgrund von Sarahs Schwangerschaft ihr Mutterschutz begann.

Kurse im Naturtrail
Von Mai bis Juli fanden insgesamt vier Kurstage statt. 2 davon waren der Basiskurs „Erlebnis Naturtrail“ und die anderen 2 Kurse hatten den Schwerpunkt Gelassenheit und richteten sich an Teilnehmer und Mitglieder, die bereits den Basiskurs absolviert hatten.
Im letzten Projektbericht ist der Basiskurs bereits vorgestellt worden. Nun wird die Durchführung und Zielsetzung des Kurses „Erlebnis Naturtrail - Schwerpunkt Gelassenheit“, der in diesem Jahr das erste Mal stattfand, beschrieben.
Zeitlich bauen sich die Tageskurse gleich auf. Nach der Begrüßung folgt ein theoretischer Input, bevor es dann an den praktischen Teil im Trail geht. Begonnen wird in der ersten Einheit am Boden und am Nachmittag kann das bereits Erprobte aus dem Sattel abgerufen werden.
Die zusätzlichen Hindernisse und „Gelassenheits-Gegenstände“, die diesen Kurs ausmachen, sind eine Baustellen-Absperrung und -Schilder, zwei blaue Tonnen, Planen, Regenschirme, Fahnen und ein Klappersack. Die Herangehensweise an die Dinge, ohne dass das Pferd einen Schrecken bekommt, wird besprochen und in der Praxis entscheidet mithilfe von Sarahs Einschätzung jeder Mensch selbst, was er seinem Pferd zumuten kann und wie kleinschrittig vorgegangen wird.
Sarah empfiehlt im Lernprozess mit neuen Sachen eine kleinschrittige Vorgehensweise, damit Pferd und Mensch entspannt bleiben und keine Überforderung stattfindet. „Lieber ein Mal mehr loben, als zu schnell zu viel wollen und ein „nein“ vom Pferd kassieren“, sagt Sarah.
- Die Baustelle: Manchmal finden Pferd und Mensch im Gelände Situationen vor, die nicht alltäglich sind. Dieses Hindernis stellt eine kleine Baustellensituation dar, bei der das Pferd durch eine Enge – 2 Baustellenzäune – geführt und später geritten wird.
- Blaue Tonnen: Bei diesem Hindernis wird mithilfe von 2 Tonnen der Umgang mit Enge geübt. Enge führt oft bei Pferden zu Stress. Ob beim Verladen oder bei bestimmten Gegebenheiten im Gelände, es lässt sich im Alltag nicht vermeiden. Deshalb sollte dieses für einen entspannten Umgang erlernt werden.
- Planen: Die Pferde sollen akzeptieren, dass sich der Untergrund ändern kann und das selbst eine auf dem Boden liegende Plane keine Gefahr darstellt. Zusätzlich wird das Pferd beim Überschreiten der Plane einem akustischen Reiz ausgesetzt. Beim Üben orientieren wir uns an der Herangehensweise von Linda Tellington-Jones. Sie nutzt 2 Planenstreifen, die schrittweise immer enger beieinander gelegt werden, sodass das Pferd auch hier von vornherein einen stressfreien Umgang mit der Plane erfährt.
- Regenschirme und Fahnen: Hier hält der Mensch, anders als bei den vorangegangenen Hindernissen, einen Gegenstand in der Hand, der für das Pferd nicht normal ist. Im kleinschrittigen Vorgehen lernt das Pferd, entspannt zu sein, wenn ein Regenschirm geöffnet wird, der Mensch mit diesem neben ihm hergeht und sogar mit einem geöffneten Regenschirm reitet.
Bei der Fahne ist es ähnlich. Eine schwenkende Fahne soll vom Pferd akzeptiert und beim Reiten mitgetragen werden.
- Klappersack: Der Klappersack besteht aus einem Beutel mit einem langen Seil und klapperndem Inhalt, wenn dieser bewegt bzw. über den Boden gezogen wird. Hier geht es um den entspannten Umgang mit Geräuschen. Das Ziel beim Klappersack ist, dass der Mensch während des Reitens oder Führens des Pferdes den Klappersack weit hinter sich herzieht.

Der Naturtrail ist das Herzstück unseres Vereins, sodass wir ihm viel Aufmerksamkeit schenken.
Weiterhin bleibt natürlich auch ein Thema, dass wir den Bekanntheitsgrad von VEREIN-T SEIN steigern möchten.
Bislang halten sich die Follower auf Instagram noch in Grenzen, vermutlich auch, weil wir noch nicht regelmäßig Beiträge und Stories veröffentlichen. Umso schöner war es, bei unseren Kursen einige neue Gesichter begrüßen zu dürfen. Dabei nahmen zwei Teilnehmer mit ihren Pferden sogar eine längere Fahrt auf sich.

Was steht in der nächsten Zeit bei uns an?
- Eine Präsidiumsrunde, u.a. mit den Themen Rückblick, Termine für 2026 und Mitgliedsbeiträge
- Mitgliederpost erstellen und versenden
- Abbau des Naturtrails (die mobilen Hindernisse kommen ins Winterquartier, um sie vor der Witterung zu schützen) und Beisammensein mit Lagerfeuer und Stockbrot
- Optimierung und Erweiterung des Trails: Hindernisplanung und -bau (voraussichtlich eine große Wippe, eine Hängebrücke und eine neue längere Brücke)
